Ger Schoeber studierte Elektronik, Software und Informatik und begann seine berufliche Laufbahn 1984 als Softwareentwickler bei Philips. Fünf Jahre später wechselte er zu High Tech Automation, einem Anbieter technischer Softwaredienstleistungen, und stieg dort in die Bereiche Systemarchitektur und Projektmanagement auf. Im Jahr 2001 gründete Schoeber „Task Switch“, sein eigenes Beratungsunternehmen für multidisziplinäre Systemarchitektur. Von 2008 bis 2011 war er bei Sioux als Berater und Entwickler von Business Cases tätig. Im Jahr 2011 wechselte er dann als Manager Innovation & Technology zur Hotraco-Gruppe. Im Jahr 2021 wechselte er zu Lightyear in Helmond als Gruppenleiter und Fachexperte für System Engineering. Ger Schoeber ist zudem internationaler Trainer für Systemarchitektur am High Tech Institute und Präsident des niederländischen INCOSE-Ortsverbands.
Ger Schoeber gründete Task Switch im Jahr 2001. Seitdem coacht und schult er Systemarchitekten, zum Beispiel bei Philips CTT. Schoeber ist der Meinung, dass Systemarchitektur ein relativ neuer Beruf ist. Daher fehlt es Systemarchitekten im Gegensatz zu Ingenieuren und Projektmanagern oft an Unterstützung. „Deshalb freue ich mich, am High Tech Institute weiterhin Systemarchitekten auszubilden.“
Als Dozent konzentriert sich Schoeber auf die Kommunikation. „Ingenieure haben oft eine rein technische Sichtweise. Gleichzeitig müssen sie den Kunden und seinen Markt verstehen, um die richtige technische Lösung liefern zu können. Kommunikationsmängel und interkulturelle Probleme können dies sehr erschweren. Systemarchitekten müssen lernen, wie sie die Kommunikationslücken schließen können, um ihr Unternehmen erfolgreich zu machen. In unserer Schulung ‚Systemarchitekt(ing)‘ erhalten sie reichlich Gelegenheit zum Üben. Zum Beispiel müssen sie am Ende des Kurses einen Vorstand von ihrer Lösung überzeugen.“
Schoeber unterrichtet gerne und nimmt oft seine eigenen Fehler aus der Vergangenheit als Ausgangspunkt. „Das macht den Auszubildenden sehr deutlich, wie sehr Theorie und Praxis voneinander abweichen können.“
