Die Teilnehmer erhalten durch Vorträge, Videos und Live-Demonstrationen von Sensoren und Messgeräten in Kombination mit Einzel- und Gruppenaufgaben einen Mix aus konzeptionellem Hintergrund, Do's and Don'ts und praktischen Einblicken.
Dieser Kurs konzentriert sich auf die verschiedenen Aspekte im Zusammenhang mit der Metrologie und Kalibrierung von Präzisionsmodulen/-systemen. Die Teilnehmer erhalten theoretische Hintergründe und praktische Einblicke einschließlich der Do's & Don'ts - sowohl auf der Ebene des Systemdesigns als auch auf der Ebene der Detailkonstruktion - im Zusammenhang mit der Metrologie und Kalibrierung, die für die erfolgreiche Entwicklung und Herstellung von Präzisionsmodulen/-systemen unerlässlich sind.
Diese Schulung ist sowohl für offene Anmeldungen als auch für firmeninterne Sitzungen verfügbar.
Lernziele
Nach Abschluss des Kurses verstehen die Teilnehmer die grundlegenden Aspekte, Risiken und Konzepte im Zusammenhang mit Metrologie und Kalibrierung und sind in der Lage, Lösungen und Auswirkungen auf Systemebene zu beurteilen.
Zielgruppe
Dieser Kurs richtet sich an Mechatronik-Konstrukteure, Systemingenieure und Architekten, die an der multidisziplinären Entwicklung von präzisen Bewegungsmodulen/-systemen beteiligt sind, bei denen Messtechnik und Kalibrierung eine wichtige Rolle für die Gesamtgenauigkeit des Systems spielen.
Voraussetzungen: Technische Ausbildung (BSc oder höher) mit mindestens zwei Jahren Erfahrung und vorzugsweise Abschluss des Kurses "Mechatronics System Design".
Der Kurs zieht Teilnehmer aus den Niederlanden und aus dem Ausland an, wodurch eine internationale Atmosphäre entsteht, die einen wertvollen Wissensaustausch fördert. Für Teilnehmer, die aus dem Ausland anreisen, stehen hier nützliche Reiseinformationen bereit.
Programm
Tag 1
Einführung: Definitionen der Metrologie
- SI-System und Rückverfolgbarkeit (Traceability)
- Definitionen (Wiederholbarkeit, Reproduzierbarkeit, Messunsicherheit usw.)
- Komponenten eines Messsystems
Sensoren mit kurzer Reichweite:
- Terminologie (Reichweite, Auflösung, Empfindlichkeit)
- Sensortypen (kapazitiv, induktiv, optisch usw.)
Sensoren mit großer Reichweite
- Verschiebungsinterferometrie (Prinzip, Komponenten, Fehlerquellen)
- Encoder (Theorie, verschiedene Typen)
Tag 2
Einführung in das Leitbeispiel:
- Messmaschine für Freiform-Optik
- dieses Fallbeispiel wird während des Kurses kontinuierlich vertieft
- Analyse der bestehenden Lösungen
- Leistungsabschätzung (Berechnung der Messunsicherheit)
Mechatronischer Kontext
- Zusammenfassung der Regelungstechnik
- Einfluss der Sensoreigenschaften
- Einfluss der Sensorplatzierung
- Analyse sowie Anwendung von Korrekturen und Kompensationen
Metrologie auf Systemebene
- Designprinzipien für geringe Unsicherheit
- Fehlerarten
- Regeln von Abbe und Bryan
- System-Schleifen
- Kraft- versus Genauigkeit-Schleifen
- Grundlagen der Fehlerbudgetierung
Tag 3
System-Kalibrierung
- Terminologie der Kalibrierung
- Kalibrierungsinstrumente & Artefakte
- Selbstkalibrierung und Umkehrtechniken (Reversal Techniques)
- Anwendungsbeispielen
- Nutzung von Kalibrierungsdaten
Machine Vision als Messtechnik
- Fallbeispiel SMD-Bestückungsmaschine: Machine Vision Metrologie
- Kalibrierung von Serienprodukten
- Datenlogistik für Ersatzkomponenten
Methoden
Zertifizierung
Dieser Kurs ist von der Europäischen Gesellschaft für Feinmechanik und Nanotechnologie (EUSPEN) und der Niederländischen Gesellschaft für Feinmechanik (DSPE) zertifiziert und führt zumECP2-Zertifikat. DSPE vergibt für diese Schulung zudem Mikrozertifikate.
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